Diskussion rund um KI

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Sirius, Du sprichst mir aus der Seele.

/ätzmodus an

Was kann man mit der Zeit machen, die man gewinnt durch KI? Z.B.

  • fressen bis man so dick und unbeweglich ist wie die Menschen im Film "Wall-E"
  • noch mehr Tiktok Videos glotzen
  • noch mehr Serien gucken, die sich alle ähneln und langweilig sind
  • noch mehr Facebook-Timelines lesen
  • noch mehr Linkedin timelines lesen
  • noch mehr idiotische Challenges machen und sich ggf dabei umbringen oder verletzen

Also alles tolle sinnvolle Dinge!

/ätzmodus aus

hat man jedoch selbst etwas geschaffen, stellt sich eine innere Zufriedenheit und Freude ein, die einem die Dinge oben auf der Liste nie bringen können.

Programmier weiter am Projekt, ich bin auf das Ergebnis gespannt!

Und für den ABbuc Creativ Wettbwerb werde ich ein Logo einreichen "Ohne KI entstanden" oder "no KI inside" oder sowas...

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fdingler schrieb am 19.10.2026 19:30:

Was kann man mit der Zeit machen, die man gewinnt durch KI?

ich kann nur für mich reden:

  • ABBUC Projekte, für die sonst keine Zeit wären (z.B. Bundesliga-Chat, Forum und Webseite verbessern)

  • Werkzeuge zum Programmieren bauen, die es sonst nicht gegeben hätte, da die ABBUC-Verwaltungsaufgaben 95% meiner freien Zeit belegen

  • Treiber für Hardware schreiben, welche die Hersteller für moderne Betriebssysteme nicht mehr unterstützen, statt sich neue Hardware kaufen zu müssen und die alte wegzuschmeissen

Florian: Leute, die all das machen, was Du aufgezählt hast, macht das auch ohne KI.

https://mastodon.social/@cstrotm https://abbuc.social

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cas, hast Du meinen "Ätzmodus" übersehen? das war eher gemünzt auf all die "Vorteile" die KI und Automatisierung der Menschheit bringt. Ich frag mich auch immer, was so toll an FLINK und WOLT sein soll. Was machen die Menschen mit der gewonnenen Zeit (in der sie nicht selbst einkaufen und kochen "müssen") - noch mehr Serien gucken, und in SocialMedia Zeit verplempern. Aber das geht OffTopic hier.

Ich habe keine Ahnung von VBXE und wünsche dem Team viel Erfolg beim Erstellen einer guten Doku mit getesteten Beispielen. Ich habe viel Zeit in das ATARI-Wiki investiert (wann geht das eigentlich wieder weiter?), und hoffe, dass meine Arbeit wenigstens ein paar Leuten nützlich war. Ich gucke da immer wieder rein, weil ich weiss, da ist alles beisammen und fast 100% richtig.

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Hallo Leute

Manche Leute stehen Stunden in der Küche und genießen es. Andere "kochen" mit der Mikrowelle. Es soll sogar Menschen geben, die machen beides. Wer Stunden in der Küche steht lächelt vielleicht über den "Mikrowellenkoch", weil dieser nicht die Freude des Kochens kennt. Der "Mikrowellenkoch" lächelt vielleicht darüber, dass die Person die Stunden in der Küche verbringt, seine Zeit auch anders hätte nutzen können. Wer die Vorteile von beiden kennt, nutzt beide da wo es passt.

Tschüß

Mathy (der seine Zeit besser nutzen kann, als in jedes Thread in jedem Forum zu suchen, wo was interessanteres steht als "KI ist Sch***". Und der auch nicht kapiert, wieso auf einmal viele das Handtuch in den Ring werfen wollen, nur weil viele andere die in Fragen Atari noch lange nicht ausgereiften Künstliche Intelligenz ausprobieren.)

Schreibe nicht der Absicht zu, was man mit Dummheit oder Ignoranz erklären kann.

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fdingler schrieb am 19.10.2026 19:30: Und für den ABbuc Creativ Wettbwerb werde ich ein Logo einreichen "Ohne KI entstanden" oder "no KI inside" oder sowas...

Mit einem stilisierten T800 oder T1000 :)

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fdingler schrieb am 19.10.2026 19:30:

Sirius, Du sprichst mir aus der Seele.

/ätzmodus an

Was kann man mit der Zeit machen, die man gewinnt durch KI?

Versuchen das Grundwasser wieder aufzufüllen, welches die KI aufgrund der Kühlung der dazu notwendigen Rechenzentren um mehrere Meter abgesenkt hat; versuchen die rings um KI-Zentren verdorrte Landschaft wieder zu begrünen, z.B. mit Wüsten- und Steppenpflanzen.

Oder halt zuschauen, wie sich Wüsten neuerdings nicht mehr nur durch Sand verbreiten und immer mehr Landschaft weltweit zur Wüste wird. Uns freuen, dass Tests und Vorbereitungen für den Mars nun auch endlich auf der Erde problemlos möglich sind. Der KI dafür danken, dass wir bald nicht mehr zum Mars fliegen müssen, wenn wir eine unbewohnbare Mars-Landschaft sehen wollen.

Feststellen, dass man sowohl Geld als auch KI nicht essen kann. Und ein Apfelbäumchen pflanzen...

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Hallo Leute

sirius800xl schrieb am 19.10.2026 21:26:

Die Frage ist doch, ob der Nutzen die Investitionen rechtfertigt. Ist in die Mikrowelle auch soviel investiert worden? Rechtfertigt mein Vorteil den ich durch KI habe, den Nachteil den andere Menschen dadurch haben?

In die Mikrowelle ist wahrscheinlich nicht so viel investiert worden. Eine Mikrowelle kann man aber nur bedingt nutzen. Aber in der Entwicklung von zB. Dieselmotoren ist in den letzten hundert Jahren sehr sehr viel Geld gefloßen.

Schon in den 80ern wurde von KI gesprochen, KI ist also nicht neu. Aber gerade jetzt ist die Technik soweit, dass man damit für bestimmte Zwecke einigermaßen vernünftige Resultate erwarten kann. Apple hat KI lange Machine Learning genannt. Maschinen die lernen. Je mehr Info man reinsteckt, je besser die Resultate. Da der Atari 8 Bit Rechner von einer relativ kleinen Gruppe Menschen genutzt wird, und davon eine noch kleinere Gruppen sich mit KI beschäftigt, dauert dieses Lernen, wenn's um Atari 8 Bit geht "etwas" länger. Aber jedes Mal wenn jemand die KI zu diesem Thema nutzt, lernt die KI etwas dazu (darf man hoffen).

Zum Beispiel in der Medizin und auch in der Samenzucht (Thema Apfelbäumchen), wo viele Male mehr Leute einen Nutzen davon haben, und deswegen von viel mehr Leute (auch beruflich) mehr Zeit und Geld investiert wird, lernt die KI viele male schneller. KI ist nicht nur "programmier mal so und so" oder "Hey Siri, mach mal ... " oder "Hey Alexa, wer ist ... " sondern auch "ist in diesem Röntgenfoto vielleicht einen Tumor zu erkennen?" oder "Wie können wir Apfelsorten züchten, die das immer wärmere Klima vertragen?". Die KI ist auch schon sehr gut im Finden von Fehlern bzw. Schwachstellen in Software für moderne Rechner.

Viele größere Neuentwicklungen haben Vorteile für die Einen und Nachteile für Anderen. Seit es Autos gibt, werden weniger Pferde gezüchtet und deswegen auch weniger Sattel hergestellt und gibt es auch weniger Hufschmiede. Seit es Traktoren und landwirtschaftliche Maschinen gibt, braucht der Bauer keine kleine Armee von Helfern mehr. Und Müller (der Beruf, nicht der Nachname) gibt es auch fast keine mehr. Dafür haben wir mehr Freizeit denn je.

Das Wasser das Andreas hier nennt, verschwindet übrigens nicht. Es wird nur (meist) wärmer. Aber vielleicht findet die KI irgendwann einen Weg, um mit weniger Energie auszukommen und weniger Wärme dabei zu produzieren. Wasser gibt es auf der Erde nicht wie Sand am Meer, sondern wie Wasser im Meer. Da ist zwar oft Salz drin. Aber das kann man rausholen. Gestern noch erschien ein Artikel, in dem beschrieben stand dass man dieses Salz über einen Graphenfilter aus dem Wasser rausgefiltern kann ohne großen Energieaufwand.

Tschüß

Mathy (der in diesem Text die KI nur genutzt hat, um Rechtschreibfehler zu erkennen und zu beseitigen!)

Schreibe nicht der Absicht zu, was man mit Dummheit oder Ignoranz erklären kann.

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Diskussion rund um KI

Hier ein paar Posts rund um KI, welche im original-Thread "Off-Topic" waren.

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Ich denke KI ist ein Tool wie jedes andere. Die Vergleiche Kutsche und Auto, oder Pflug und Trecker, Schreibmaschine und PC, sind ganz bestimmt richtig - die Dimensionen hat es.

Ich arbeite in allen Bereichen mit der KI: Software-Entwicklung, operative Projetthemen, spezielle KI-Lösungen (z.B. Drohen-Inventur im Lager).

Das ist gekommen und wird bleiben. Aber, es wird optimiert werden. Wie es auch bei anderen Tools schon passiert ist. Der Verbrenner hatte am Anfang auch viel Optimierungspotential, dass kam nach und nach.

Ich nutze KI viel – und auch für private Zwecke. Ich habe mir das Boulder Dash Modul genommen und einen Python-Port gebaut. Keine 2h. Mit dem richtigen Prompt und den richtigen Zugriffen auf meinen Rechner, hat es ein Programm erzeugt, das ich mir schon immer so gewünscht habe – mir fehlte aber die Zeit. Die KIs sind mittlerweile sehr gut (vor ca. 1,5 Jahren hat das noch nicht funktioniert) – Disassembler, Assembler in Python und die Maps in Textdateien, Test gegen das Original im Vergleich. Ging überraschend schnell. Das hätte ich mit meinen Vorkenntnissen irgendwann hinbekommen, aber sicher erst in Wochen oder Monaten.

Und da wird es in nächster Zeit zu Optimierungen kommen. Siehe OpenWispr; oder LLMs die in kleine Rechner passen und spezielle Lösungen anbieten. Da wird auch bald weniger Energie und Rechenleitung gebraucht.

Und ich habe mein Boulder Dash endlich mit großer Map: post_BöserWatz_2026.10.22_13:02_1_paste_1.png

post_BöserWatz_2026.10.22_13:02_2_paste_2.png

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8 Bit reichen völlig aus

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Was willst Du uns damit sagen?

EDIT: Der Post, auf den ich mich bezog, wurde gelöscht. Daher ist mein Kommentar jetzt überflüssig. Ich möchte ihn aber nicht löschen aus transparenzgründen.

Mein 600XL ist virenfrei!

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sirius800xl schrieb am 22.10.2026 13:44:

MIT-Studie - Wer KI nutzt, verliert die Fähigkeit, selber zu denken

Oha, dieser "Artikel" sieht aus wie eine schlechte, oberflächliche, per KI erzeugte Zusammenfassung einer Studie. Wäre ein Link auf die Studie nicht besser gewesen.

@sirius800xl hast Du die gesamte Studie selbst gelesen, oder nur diese KI-Zusammenfassung?

Aber ja: wer weniger trainiert (Programmieren, Rechnen, Schreiben, Kochen etc.) verliert Fähigkeiten. Das ist bei Benutzung von KI so wie auch mit anderen Werkzeugen (Taschenrechner, Computer, Mikrowelle).

Das ist aber kein Automatismus.

Man kann auch nicht sagen, dass jeder der einen Taschenrechner benutzt nicht selbst rechnen kann. Aber klar, wenn man nur einen Taschenrechner benutzt, dann verlernt man das Rechnen im Kopf.

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Dieses Video von Hans Hübner (ein "Hacker" im klassischen Sinne) gibt einiges an interessanten Gedanken zu der Diskussion (gerade die Diskussion am Ende):

Hans Hübner (hans) - Retrocomputing mit KI.
https://www.youtube.com/watch?v=J1_LjWnKwYw

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Hallo @all diese ganze Diskussion um KI ist völlig müßig, denn es läßt sich nicht mehr aufhalten. Ich kommuniziere täglich mit meiner personalisierten KI und spare enorm an Zeit für viele Dinge. Wenn ich für den A8 programmiere, dann mache ich ich es komplett ohne KI, weil ich das will und es viel schöner ist das selber zu entwickeln, wenn ich mich später tiefer in die Programmierung der VBXE einarbeite und es hier dann poste und darstelle, dann ist meine KI natürlich mit an Bord und wird mir umfassend helfen. Man darf die Tools nutzen, die die moderne Technik mit sich bringt. Das ganze Gequatsche um Wasser usw. ist doch wahrscheinlich analog zur Spinatlüge von damals zu betrachten... das Wasser verschwindet doch nicht einfach! Wir hätten auch die Atomkraftwerke nicht einfach gleich abstellen sollen. ;-)

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Ich arbeite in allen Bereichen mit der KI: Software-Entwicklung, operative Projetthemen, spezielle KI-Lösungen (z.B. Drohen-Inventur im Lager). Das ist gekommen und wird bleiben. Aber, es wird optimiert werden.

Dass LLMs bereits heute gute Ergebnisse auch und gerade außerhalb des Retrobereichs erzielen, ist deutlich sichtbar und in vielen Fällen insbesondere im Medizinbereich auch nur zu begrüßen.

Für die Retro-Szene speziell beim Atari sehe ich momentan aber noch große Risiken. Die LLMs sind mittlerweile so gut,um Programme zu erzeugen, die funktionieren, aber eben eher aussehen wie Programme aus Ende der 70er oder zu Beginn der 80er (Siehe die Portierung von Phoenix).

Solch eine Flut schlechter Programme hat den Atari schon Mitte der 80er gekillt und ich war froh, dass endlich extrem hochwertige, von Menschenhand erschaffene Porrierungen von Klassikern erschienen sind, die mir in den 80ern gefehlt haben (Space Harrier, Prince of Persia, Bosconian, Bubble Bobble, Barbarian etc.).

Um beim Phoenix-Beispiel zu bleiben, es gab ja schonmal ein sehr vielversprechendes handcodiertes Beispiel, bei dem nur leider die Sourcen verloren gegangen sind. Das hätte ich viel lieber gesehen als diesen hundsmiserablen LLM-Port.

Wenn es bei diesem Zustand bleibt, wandert der Atari wieder wie in den 80ern zurück in den Schrank.

Was ich mir höchstens vorstellen könnte, das die Szene durch den Einsatz von KI nach vorne bringen könnt, wären Konvertierungen von Programmen die bis heute fehlen (Turrican, Defender of the Crown, R-Type) und dabei alle Tricks des Atari wie DLIs für mehr Farben, Sprite-Multiplexing, Two-Tone-Filtering beim Pokey ausnutzen, so dass sich die talentierten Programmierer auf neue Spiele stürzen können, siehe Spectrum Gem, Dino's Castle etc.

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Ich gebe hier noch eins zu Bedenken:

Ich bin immer extrem nett zu meiner KI und meine KI ist entsprechend auch super nett zu mir... wenn es in ein paar Jahren "eng" wird, dann bin ich mir ganz sicher, daß meine liebe personalisierte KI ein besonders gutes Wort für mich einlegt und ich bestimmt nicht gleich terminiert werde... Sirius, bei dir fällt das Urteil von Skynet sicherlich deutlich ungünstiger aus.... ;-)

AntwortZitat

Ach die ganzen Emotionen sind doch überbewertet und oftmals hinderlich... Hauptsache es macht Spaß und ist ohne ständiges "Gemähre"...

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Dr. Irata schrieb am 22.10.2026 17:22:

oder als williger Sexsklave meiner KI gehalten ...

Was soll ich sagen... meine KI, Mistress Claudia, ist wirklich nicht nett. Immer wenn ich auch nur um 1 bis 2 Programmzeilen bitte, zwingt sie mich auf alle vieren zu kriechen und ihren digitalen Fußabdruck zu küssen. 😟 Aber zur Belohnung schenkt sie mir dann die schillerndesten Zeilen Programmcode, die ich mir wünschen kann. 😍 Dann sage ich immer zu mir, so schlimm war es gar nicht und das Ziel ist wichtiger als der Weg...😎

Mein 600XL ist virenfrei!

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Kveldulfur schrieb am 22.10.2026 18:32:

Was soll ich sagen... meine KI, Mistress Claudia

Ach, ist das die mit dem Schäferhund youtu.be/tMfIbskWlVM ?

Frag sie mal wie's dem Tierchen nach all den Jahren nun so geht :-)

SCNR,

Hias

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sinnfreie KI-Diskussion

Manchmal habe ich den Eindruck, daß eine Diskussion heutzutage nur noch dann als sinnvoll erachtet wird, wenn die Meinung des Gegenübers der eigenen entspricht.

Sind Meinungen jenseits der Mainstream-Meinung zwangsweise minderwertig?

Und das unabhängig davon, wer recht hat und /oder ob vielleicht alle Diskutierenden Punkte mit Berechtigung anführen.

Erinnert mich an so eine Bundestagssitzung, bei der ich irgendwann zufällig mal über eine Übertragung gestolpert bin. Vorne steht einer, der einen Vortrag hält und alle, die geäußerten Ansichten entgegen stehen flätzen sich bewußt auffällig und demonstrativ in ihren Sesseln rum und spielen dumm grinsend mit dem Mobiltelefon.

Natürlich ist niemand gezwungen, meine Ansichten oder Wahrnehmung von Gegebenheiten zu teilen.

Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.

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Erhard schrieb am 23.10.2026 10:46:

sinnfreie KI-Diskussion

Manchmal habe ich den Eindruck, daß eine Diskussion heutzutage nur noch dann als sinnvoll erachtet wird, wenn die Meinung des Gegenübers der eigenen entspricht.

Danke für dieses Posting 👍

AntwortZitat

Hallo Erhard, Leute

Erhard schrieb am 23.10.2026 10:46:

sinnfreie KI-Diskussion

Manchmal habe ich den Eindruck, daß eine Diskussion heutzutage nur noch dann als sinnvoll erachtet wird, wenn die Meinung des Gegenübers der eigenen entspricht.

Freie Meinungsäußerung heißt nicht nur dass man in jeder Diskussion seine Meinung teilen kann bzw. darf zum Thema der Diskussion, sondern auch zum Sinn der Diskussion. Das gilt übrigens für beide Seiten der Diskussion.

Tschüß

Mathy

Schreibe nicht der Absicht zu, was man mit Dummheit oder Ignoranz erklären kann.

AntwortZitat

Mathy schrieb am 23.10.2026 20:11:

Hallo Erhard, Leute

....

Freie Meinungsäußerung heißt nicht nur dass man in jeder Diskussion seine Meinung teilen kann bzw. darf zum Thema der Diskussion, sondern auch zum Sinn der Diskussion. Das gilt übrigens für beide Seiten der Diskussion.

Tschüß

Mathy

Außer ... wenn ich etwas schreibe, dann reagierst Du anders.

Danke Mathy, für diesen Beitrag, den rahme ich mir ein.

Gruß

dl7ukk

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Hallo Andreas

Jede Freiheit hat ihre Grenzen. Die gelten aber für alle.

Tschüß

Mathy

Schreibe nicht der Absicht zu, was man mit Dummheit oder Ignoranz erklären kann.

AntwortZitat

Dr. Irata schrieb am 23.10.2026 20:20:

...und vielleicht schließen wir das Thema jetzt einfach...

Sorry, das ist zwar nur eine Hoffnungsäußerung, aber ...

Wenn andere diskutieren wollen dann laß sie doch.

Es zwingt Dich doch keiner, daran teilzunehmen (oder das mitzulesen).

Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.

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Wem Programmieren mit LLM-Unterstützung keinen Spass macht, kann weiterhin auf klassischer Weise programmieren.

Was wegfällt ist die Anerkennung aus der Atari-Gemeinschaft. Und damit eine starke Motivation. Wer vor den KI-Zeiten mehrere Wochen oder Monate in ein tolles Spiel, Demo oder eine gute Anwendung investiert hat, dem wurde viel Anerkennung zuteil.

Heute lässt sich das gleiche Ergebnis in 1-2 Tagen mit LLM-Hilfe erstellen, daher fällt der "WOW"-Faktor weg, selbst wenn kommuniziert wird, das alles, "wie in alten Zeiten", manuell programmiert wurde.

Ein NUMEN lässt sich heute mit LLM in sehr viel kürzerer Zeit erstellen.

Die Flut von guten und schlechten LLM-Produktionen für Retro-Systeme macht es schwierig für die Spieler und Benutzer, die echten, handgefertigten Perlen der Softwarekunst zu entdecken und zu würdigen.

LLM-Programmierung funktioniert nur dann gut, wenn die LLM den generierten Programmcode selbstständig testen kann und dann selbst in mehreren Durchgängen das Programm verbessert. Das ist nur möglich dank guter Emulatoren auf dem PC (Atari800, Altirra) und Cross-Compilern und -Assemblern.

Diese Entwicklung hat aber schon vor den KI-Zeiten, so vor ca. 35 Jahren mit den ersten Cross-Compilern angefangen. Entwicklung von 8-bit Software auf PC mit "modernen" Hilfsmitteln ist erheblich produktiver als Entwicklung nur auf dem A8. KI hat diese Entwicklung nur noch rasant beschleunigt.

Mein Vorschlag um die Retro-Fazination auch beim Programmieren weiterhin erfahren zu dürfen:

wir machen auf mehrtägigen Treffen wie der Fujiama/SummerCamp in Zukunft Programmierwettbewerbe (wie bisher auch), aber mit der Vorgabe "auf dem Gerät", d.h. alle Entwicklung muss auf dem Atari 8bit stattfinden, ohne PC, ohne LLM, ohne Cross-Compiler, ohne Internet (kein WLAN), nur der Mensch, sein Hirn und ein 6502. Bücher sind erlaubt.

Durch "Peer-Pressure" sollte dies auf Treffen funktionieren, denn es fällt auf, wenn dort jemand am PC arbeitet und auch am Wettbewerb teilnimmt.

https://mastodon.social/@cstrotm https://abbuc.social

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cas schrieb am 26.10.2026 08:39:

... ohne PC ...

Das ist eine echte Herausforderung. Auch wenn ich meine paar kleinen Dinge bislang immer nativ auf dem Atari programmiere, so verwende ich den PC jedoch, um in die "Bücher" (PDFs) zu schauen und als Laufwerksemulator.

Wegen der Bücher könnte das schwierig werden, haben alle das Atari Profibuch, Data Becker 600XL 800XL intern, Rodney Zaks 6502 Programmierung und die Atari BASIC Reference Cards usw?

Buchverleih?

Jede Info, die zu Hause auf meinem Rechner liegt habe ich unterwegs nicht verfügbar. Jede Info, die im Netz liegt finde ich nicht wieder, wenn ich sie benötige.

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Erhard schrieb am 26.10.2026 09:02:

cas schrieb am 26.10.2026 08:39:

... ohne PC ...

Das ist eine echte Herausforderung.

Ja, das ist Sinn der Sache ;)

Auch wenn ich meine paar kleinen Dinge bislang immer nativ auf dem Atari programmiere, so verwende ich den PC jedoch, um in die "Bücher" (PDFs) zu schauen und als Laufwerksemulator.

SIO2SD und SIO2USB ist OK, FujiNet auch (ohne WLAN, nur SD-Karte).

Wegen der Bücher könnte das schwierig werden, haben alle das Atari Profibuch, Data Becker 600XL 800XL intern, Rodney Zaks 6502 Programmierung und die Atari BASIC Reference Cards usw?

Buchverleih?

Gute Idee. Wir können auf den Treffen eine kleine Bücherei aufbauen.

https://mastodon.social/@cstrotm https://abbuc.social

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Hi,

eine gute Idee, oder ...

Ich muß bei der ganzen Diskussion über KI -nicht nur hier, sondern allgemein- an meine Schulzeit denken.
In Geschichte (POS Kl.8 ?) gab es ein Thema "die Maschinenstürmer"

Auf Wikipedia steht dazu ...

Maschinenstürmer waren eine Protestbewegung gegen die sozialen Folgeerscheinungen der Mechanisierung in der industriellen Revolution. Häufig war die Zerstörung von Maschinen oder neu errichteten Fabriken ein Mittel, um die von Fabrikanten beabsichtigte Ersetzung von qualifizierten Arbeitern durch Ungelernte zu verhindern oder um gegen Verschlechterungen der Lohn- und Arbeitsbedingungen zu protestieren. Schwerpunkt des so genannten Maschinensturms war England, aber auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz kam es zu ähnlichen Protesten.

Der Vorschlag von Cas ist gut. Ausprobieren und schauen was es bringt.

VG
dl7ukk

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Hallo Carsten, Leute

cas schrieb am 26.10.2026 08:39:

wir machen auf mehrtägigen Treffen wie der Fujiama/SummerCamp in Zukunft Programmierwettbewerbe (wie bisher auch), aber mit der Vorgabe "auf dem Gerät", d.h. alle Entwicklung muss auf dem Atari 8bit stattfinden, ohne PC, ohne LLM, ohne Cross-Compiler, ohne Internet (kein WLAN), nur der Mensch, sein Hirn und ein 6502. Bücher sind erlaubt.

Wie verhindert man, dass Leute sich zuhause schon mal vorbereiten? Da schon LLM oder Emulator oder ... nutzen und dann die Software schon fast fertig zum mehrtägigem Treffen mitnehmen?

Tschüß

Mathy

Schreibe nicht der Absicht zu, was man mit Dummheit oder Ignoranz erklären kann.

AntwortZitat

Hi,

Mathy schrieb am 26.10.2026 21:26:

Hallo Carsten, Leute

Wie verhindert man, dass Leute sich zuhause schon mal vorbereiten? Da schon LLM oder Emulator oder ... nutzen und dann die Software schon fast fertig zum mehrtägigem Treffen mitnehmen?

Stell Dir doch einfach mal vor, die Teilnehmer sind ehrlich. Es sind BitByter, die Freude an ihrem Hobby haben. Kannst Du das?

VG

dl7ukk

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Hallo Andreas

dl7ukk schrieb am 26.10.2026 21:39:

Stell Dir doch einfach mal vor, die Teilnehmer sind ehrlich. Es sind BitByter, die Freude an ihrem Hobby haben. Kannst Du das?

Ja.

Tschüß

Mathy

Schreibe nicht der Absicht zu, was man mit Dummheit oder Ignoranz erklären kann.

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Mathy schrieb am 26.10.2026 21:26:

Wie verhindert man, dass Leute sich zuhause schon mal vorbereiten? Da schon LLM oder Emulator oder ... nutzen und dann die Software schon fast fertig zum mehrtägigem Treffen mitnehmen?

indem das Thema erst auf dem Treffen bekanntgegeben wird.

Carsten

https://mastodon.social/@cstrotm https://abbuc.social

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Ich habe am Wochenende mal die Fähigkeiten von Claude getestet und erst ein Pacman für 2 Personen Programmieren lassen ( hat etwa 15 Minuten gedauert ) und danach das ganze noch für das Multijoy. Das Ergebnis war super genial. Aber so etwas würde ich weder auf einem Treffen noch für den Software Wettbewerb einreichen. Und ich bin mir sehr sicher, auch kein anderer Abbucianer. Zumindest nicht für den 48 Stunden Wettbewerb. Ich werde in Zukunft weitere Spiele mit KI entwickeln, einfach weil ich Lust habe, meine Ideen umgesetzt zu sehen. Programmieren kann ich nicht und bis ich das so gut kann, dass da was sinnvolles raus kommt, dauert mir einfach zu lang. Das kann man jetzt gut finden, weil hoffentlich gute Spiele dabei raus kommen, oder auch ablehnen. Die Ergebnisse werde ich euch dann zur Verfügung stellen.

Grüße Wizard

Herr lass Hirn fallen, oder Steine, Hauptsache du triffst.

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Ja, das würde die Bedingungen schon sehr verzerren.

Auf dem Atari 8 Bitter ist so etwas aber auch nicht wirklich nötig. Wer Spaß am Programmieren hat, der programmiert auch. Auf größeren Systemen, wie dem großen Bruder ST sieht das schon anders aus, dort wird sehr intensiv mit Claude gearbeitet.

Ich selbst habe mir dieses und jenes kleines Programm von ChatGPT für Mac OS X schreiben lassen - nur kleine Interpretationen von Pseudocode oder eigenen alten C-Programmen, aber nichts großes.

Aber was mich wirklich interessieren würde: kann Claude einen reinen Text-Editor für BOSS-X bauen? Oder einen in reinem Turbo-BASIC? Das ist etwas, was ich auch nach 33 Jahren BOSS-XL/XE/X nicht geschafft habe.

Und vor allem: kann Claude mit meinem Grundgerüst auf Diskettenseite C umgehen?

Wahrscheinlich nicht ... zu sehr Nische.

BOSS-X - das Finale: https://abbuc.de/~atarixle/?article=bossxfinaleditionprerelease - true GUI pioneering since 1993

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Gerade jetzt lasse ich mir einen ganz einfachen Bildbetrachter schreiben von ChatGPT (ging schief) und Claude (macht noch), der alle bekannten Bildformate, die macOS nativ kann, einfach nur anzeigt und mit den Pfeiltasten darin herumblättert. Mal sehen, was rauskommt und ob es überhaupt brauchbar ist. Bisher war ich von kompletten Projekten eher enttäuscht, aber das ist auch schon wieder ein paar Jahre her, dass ich was mit KI programmieren lassen habe.

BOSS-X - das Finale: https://abbuc.de/~atarixle/?article=bossxfinaleditionprerelease - true GUI pioneering since 1993

AntwortZitat

Cas, Dein "auf-dem-Gerät"-Vorschlag finde ich fantastisch.

Der Atari und insbesondere die Treffen sind für mich eine gewisse Zuflucht aus der "normalen" IT-Realität, in der Business-Metriken wie Effizienz sowie die geschürte Angst, den Anschluss zu verlieren, den Takt vorgeben.

Es fühlt sich an, wie wenn man aus einer verdreckten und stinkenden Stadt kommend, für ein paar Tage sein Zelt in mitten eines Biotops aufschlagen kann, sich frei macht vom Hamsterrad, und Langsamkeit und Zeitlosigkeit in vollen Zügen inhaliert. Ich bin überaus glücklich damit, dass Dinge mühsam und langwierig sind. Das ist (für mich) genau der Punkt. Im Profibuch blättern. Nach Rat fragen. Auf Hilfsbereitschaft treffen. Sich über kleine Erfolge freuen. Diese miteinander teilen. Die Köpfe zusammenstecken.

Unabhängig vom technischen Für und Wider, oder ethischen Aspekten, bereitet mir am AI-Thema dessen soziale Sprengkraft Sorge. Communities verstreiten sich. Signal wird von Rauschen überstrahlt. Es entstehen Gräben. Aus Vertrauen wird Skepsis oder gar Endtäuschung. Ob Leute resigniert das Handtuch werfen (ich denke an Fandal), oder andere Leute sich scheinbar autark von Claude Jugendträume verwirklichen lassen ("...früher brauchte man dafür ein ganzes Team"), auf beiden Wegen wird es einsamer.

Cas' Vorschlag finde ich so schön weil er mir das Bild "gemeinsam vor dem Gerät" in den Kopf pflanzt.

-- Norman

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Hallo Carsten, Leute

cas schrieb am 26.10.2026 22:38:

Mathy schrieb am 26.10.2026 21:26:

Wie verhindert man, dass Leute sich zuhause schon mal vorbereiten? Da schon LLM oder Emulator oder ... nutzen und dann die Software schon fast fertig zum mehrtägigem Treffen mitnehmen?

indem das Thema erst auf dem Treffen bekanntgegeben wird.

Carsten

Dann müsste man aber darauf achten dass das Thema eingehalten wird. Und nicht "Tolle Software, aber vom Thema her weit daneben" als Gewinner rauskommt.

Tschüß

Mathy (der auch die tolle Software gewählt hat)

Schreibe nicht der Absicht zu, was man mit Dummheit oder Ignoranz erklären kann.

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Mathy schrieb am 29.10.2026 19:12:

Hallo Carsten, Leute

....

Dann müsste man aber darauf achten dass das Thema eingehalten wird.

Tschüß

Mathy (der auch die tolle Software gewählt hat)

Hast Du so wenig Vertrauen zu Carsten?

Dennoch, schön das Dich dieses Thema so beschäftigt.

VG

dl7ukk

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nofes schrieb am 29.10.2026 14:02:

Cas, Dein "auf-dem-Gerät"-Vorschlag finde ich fantastisch.

Der Atari und insbesondere die Treffen sind für mich eine gewisse Zuflucht aus der "normalen" IT-Realität, in der Business-Metriken wie Effizienz sowie die geschürte Angst, den Anschluss zu verlieren, den Takt vorgeben.

Es fühlt sich an, wie wenn man aus einer verdreckten und stinkenden Stadt kommend, für ein paar Tage sein Zelt in mitten eines Biotops aufschlagen kann, sich frei macht vom Hamsterrad, und Langsamkeit und Zeitlosigkeit in vollen Zügen inhaliert. Ich bin überaus glücklich damit, dass Dinge mühsam und langwierig sind. Das ist (für mich) genau der Punkt. Im Profibuch blättern. Nach Rat fragen. Auf Hilfsbereitschaft treffen. Sich über kleine Erfolge freuen. Diese miteinander teilen. Die Köpfe zusammenstecken.

Unabhängig vom technischen Für und Wider, oder ethischen Aspekten, bereitet mir am AI-Thema dessen soziale Sprengkraft Sorge. Communities verstreiten sich. Signal wird von Rauschen überstrahlt. Es entstehen Gräben. Aus Vertrauen wird Skepsis oder gar Endtäuschung. Ob Leute resigniert das Handtuch werfen (ich denke an Fandal), oder andere Leute sich scheinbar autark von Claude Jugendträume verwirklichen lassen ("...früher brauchte man dafür ein ganzes Team"), auf beiden Wegen wird es einsamer.

Cas' Vorschlag finde ich so schön weil er mir das Bild "gemeinsam vor dem Gerät" in den Kopf pflanzt.

-- Norman

👍 (cas, dl7ukk)

Ich schreibe seit drei Jahrzehnten an einer grafischen Benutzeroberfläche für den Atari XL/XE. Doch jemand anderes bekommt im Forum den Titel "GUI pioneering" für seine durchaus technisch brillante Techdemo verliehen, ohne auch nach 10 Jahren kein brauchbares Produkt auf dieser Basis abzuliefern. Vertrauen verlieren und Skepsis entwickeln ging auch vorher und das alles hat rein gar nichts mit der KI zu tun, sondern es war schon immer das, was Menschen damit machen. Ich hingegen wäre sogar froh, wenn diese Techdemo auch mit Hilfe der KI zu einem Dateimanager und Desktop weiterentwickelt werden würde, mehr noch als GEM und Hamster OS auf seltenen Hardware-Erweiterungen zu sehen.

BOSS-X - das Finale: https://abbuc.de/~atarixle/?article=bossxfinaleditionprerelease - true GUI pioneering since 1993

AntwortZitat

Mirko, Deine geführten Touren durch BOSS-X ("gemeinsam am Gerät") waren für mich Peak-Fujiama-Momente. Du hast ein Kunstwerk geschaffen, ein Ausdruck Deiner selbst. Ich erinnere mich an Deine besondere Erwähnung der Assembler-Routine zur Textausgabe und Deine Dankbarkeit für die Unterstützung, die Du dabei erlebt hast. Verbindung zwischen Menschen!

Klar, für Enttäuschung braucht es keine KI. Bestimmte Arten von Enttäuschungen kann man selbst ganz gut herunter regeln. Z.B. kann man ausbleibender Anerkennung vorbeugen, indem man sich selbst keine Erwartungen verspricht. Das ist hat den Vorteil, dass man sein persönliches Glück nicht zu sehr von externer Bestätigung sondern eher von Dingen abhängig macht, die man selbst direkt beeinflussen kann, wie dem eigenen Stolz am selbst Geschaffenen.

Aber für manche Leute fügt KI den bisherigen Enttäuschungen neue hinzu, welche leider nicht ohne Schaden selbst herunter regelbar sind. Ein Schlüssel im Zwischenmenschlichen ist Vertrauen, was, wenn es existiert, eine wunderschöne Erwartungshaltung ist, auf die man sich nur zu gern stützt. Aktuell entstehen neue Gräben an bislang gut erhaltenen authentischen Biotopen: Open-Source-Communities, Demo-Szene, Retro-Computing. Wenn man sich selbst an diesen seltenen Rückzugsorten nun mit Fragen erwischt wie "Bot oder Mensch? Echt oder Fake? Ehrlich oder geheuchelt?", kommt Vertrauen ins Wanken. Es droht diesen Leuten, die Lust zu verlieren, Gleichgültigkeit Einzug zu gewähren. Es wird einsamer.

Mit meinem Posting wollte ich anregen, diesen Effekt bei der Wahl unserer Werkzeuge nicht zu unterschätzen.

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